Ein Wort zur Tierhaltung und Ernährung
geschrieben Oktober 1996
Zutiefst verwerflich, ja kriminell, ist die Einstellung zu unseren Mitgeschöpfen. Natürlich dürfen wir sie nutzen. Fressen und gefressen werden ist ein biologisches Naturgesetz. Das gilt selbstverständlich auch für uns. Aber erstmal haben auch unsere Nutztiere ein Recht auf ein angemessenes und artgerechtes Leben. In der Zucht und Haltung von Nutztieren ist eine kriminell zu bezeichnende Verrohung eigetreten.
Der Verbraucher kann sich bei dem heutigen Erkenntnisstand nicht damit herausreden: "Das haben wir nicht gewusst!" Die Erzeuger schon garnicht. Was der Mensch den Mitgeschöpfen angetan hat und immer noch antut, wird ganz bestimmt nicht ungesühnt bleiben.
Was hat der Mensch den Pferden angetan, in den vielen Kriegen der Weltgeschichte?
Kein imaginärer Gott wird uns strafen. Die Naturgesetze sind schon längst dabei.
Unsere Berge, einst die beliebtesten Kräutergärten unserer Natur, sie rufen schon lange nicht mehr, sie kommen uns entgegen, weil kein Baum, kein Busch und kein Grashalm mehr die Erdkruste hält.
Grosse Landstriche dieser Erde werden durch Abholzung verwüstet. Schämt euch! Die Bäume sind eure älteren Geschwister, sie waren schon da, als die Entscheidung der Menschwerdung noch garnicht getroffen war.
Diese dummen, profitgierigen Kommunalpolitiker wird es dann garnicht mehr geben. Sie werden ihr Häuschen längst im sicheren Gebiet gebaut haben. Nicht nur Kohle und Erdöl gehen zur neige, auch das Trinkwasser wird knapp. Unsere angstammten Nahrungsmittel werden nach und nach ungeniesbar, ja tödlich giftig.
Es gilt für alle Bereiche des Lebens. Um Panik zu vermeiden, verschweigen die Weltorganisationen die Wahrheiten so gut es geht. Aber der Krieg um das Wasser ist an vielen Stellen der Erde längst entbrannt.
Der Exodus der Hungernden aus Afrika und Asien nach Europa ist längst alltäglich, und wird mit illegalem Einwanderungsbegehren und Wirtschaftflüchtlingen umschrieben. Täglich ertrinken viele Menschen im Mittelmeer, die versuchen ans andere Ufer zu kommen.
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Eingefügt am Mittwoch, 4. Juli, 2007
Brüssel (dpa)
Mindestens 10 000 Flüchtlinge sind Fachleuten zufolge im vergangenen Jahrzehnt auf dem Seeweg nach Europa ums Leben gekommen. Bei einer Anhörung im Europa-Parlament erklärten Experten am Dienstag in Brüssel, bis zu 120 000 illegale Einwanderer überquerten jedes Jahr das Mittelmeer.
Allein im Juni seien in der Straße von Sizilien insgesamt 210 Menschen ertrunken oder als vermisst gemeldet worden, sagte Paolo Artini vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR nach Parlamentsangaben.
Nur selten und zufällig wird darüber berichtet. Die Menschheit darf sich nicht weiterhin ungehemmt vermehren, da liegt der Grund. Irgentwann ist Schluss! Das grosse Sterben hat längst begonnen!
Berlin 1996
Horst HeinrichKröpke
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Eingefügt am 2.September 2006
Alle Jahre wieder! Gammelfleischskandal!
Die Politiker erzählen immer das gleiche. Die Justiz scheint hilflos! Armes Deutschland!
Der in Bayern aufgedeckte Gammelfleischskandal erfasst immer mehr Bundesländer und lässt den Ruf nach härteren Strafen lauter werden.
Die Ermittlungen der Behörden ergaben bislang, dass der Münchner Großhändler im Zentrum der Fahndung in mindestens neun Länder Fleisch geliefert hat. Ob diese Lieferungen tatsächlich verdorben waren, stand aber noch nicht fest. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) forderte ein härteres Durchgreifen der Justiz; schärfere Gesetze lehnte er jedoch ab. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner verlangte ein Berufsverbot für Betrüger.
Eine Sprecherin Seehofers sagte am Montag in Berlin, schon jetzt sei eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren möglich, wenn gesundheitsgefährdende Lebensmittel in Umlauf gebracht würden. "Das Strafmaß muss ausgeschöpft werden." SPD-Chef Kurt Beck forderte dagegen eine schnelle Überprüfung des Strafrechts. Wer verdorbenes Fleisch umetikettiere und damit die Verbraucher täusche, handele "verbrecherisch". "Das ist die Brunnenvergiftung unserer Tage."
Grüne und FDP warfen Seehofer Scheitern vor. "Herr Seehofer hat versagt", sagte Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn. "Angeblich ist vor zehn Monaten jedes einzelne Kühlhaus untersucht worden - und jetzt wird vier Jahre altes Fleisch gefunden. Da wurde nicht gründlich hingesehen."
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Die Ware, die der Großhändler in München ausgeliefert hatte, ist zum größten Teil schon verzehrt worden, teilten die Behörden mit. Teilweise war das Verfallsdatum seit mehr als vier Jahren abgelaufen. Unterdessen weitet sich der Disput zwischen dem Bund und Bayern aus. Seehofer kritisierte, dass Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) länderübergreifende Qualitätskontrollen ablehnt. Nach dpa- Informationen schrieb Schnappauf dies an Seehofer im Mai dieses Jahres.
Die Ermittlungen der Behörden liefen auch am Montag auf Hochtouren. In München waren die Ermittler weiter damit beschäftigt, die Geschäftsunterlagen des Hauptverdächtigen zu überprüfen. In Niederbayern erhärtete sich am Montag der Ekelfleisch-Verdacht gegen einen Betrieb in Metten bei Deggendorf. Dort waren 40 Tonnen Fleisch sichergestellt worden. Der Druck auf den bayerischen Verbraucherminister Werner Schnappauf (CSU) wuchs weiter. Die SPD forderte erneut seinen Rücktritt.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Anton Winkler, sagte, die sichergestellten Fleischwaren des Münchner Großhändlers würden derzeit untersucht, die Firmenakten ausgewertet. Man sei weiter auf der Suche nach Kunden des Unternehmers, der bundesweit und in anderen EU-Ländern tätig war. Die Ermittlungen würden dadurch erschwert, dass in der verdächtigen Firma der Warenverkehr in den Akten zumeist handschriftlich und nicht im Computer festgehalten worden sei, sagte Winkler.
In Niedersachsen wurden am Montag drei Tonnen Fleisch aus diesen Lieferungen sichergestellt. Ob das gefundene Fleisch verdorben sei, könne jedoch erst nach dem Auftauen festgestellt werden, teilte das Verbraucherschutzministerium mit. Das Fleisch solle am Dienstag in einem Labor untersucht werden.
Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure in Helmstedt bekräftigte seine Forderung nach einer strengeren Überwachung der Branche. Dabei gehe es nicht allein darum, die Zahl der bundesweit rund 2500 Lebensmittelkontrolleure aufzustocken, sagte der Verbandsvorsitzende Martin Müller. Die Kontrolleure sollten auch zu Ermittlungsbeamten der Staatsanwaltschaft fortgebildet werden, um das gerichtliche Vorgehen gegen den Handel mit Gammelfleisch zu verbessern.
Um die Kontrollen in der Praxis zu verbessern, sollten Fleischstücke in den Kühlhäusern zur Identifikation mit Chips ausgestattet werden, sagte Müller. Diese könnten dem Kontrolleur dann Aufschluss geben, wann und wo das Fleisch erzeugt worden sei und bis wann es haltbar sei. Statt nach einem Zufallsprinzip sollten Lebensmittelkontrollen sich künftig an dem Risiko des entsprechenden Betriebs orientieren. Der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) forderte hartes Durchgreifen gegen die Schuldigen, verwahrte sich aber gegen pauschale Anschuldigungen. (dpa)
Mittwoch, 1. Juli 2009
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